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Herbst Mantel Sew Along - FIIIINNNNAAAAALLLE!!!! oder Die Abschlusspräsentation meines allerersten Sew Along :)

By 19:55

MeMadeMittwoch :) ...wie lange träume ich schon davon...aber irgendwie sind die "Mittwochse" immer schwuppdiwupp vorbei und/oder die Dinge, welche ich nähe, nicht MMM- tauglich. Also verzeiht mir, aber ich nutze jetzt die Chance und springe mit einem etwas älteren Beitrag einfach mal dazu....in meinen allerersten MeMadeMittwoch ... und gehe jetzt mit einem Lächeln ins Bett :)


So, heute geht’s ans Eingemachte: die Abschlusspräsentation. Nach meinem Hilferuf vom letzten Post bin ich noch einmal in mich gegangen und haben mir die Fragen, die ich auch an euch gerichtet hatte, jede einzeln vorgenommen und überlegt, was die entsprechende Änderung für mich bedeuten würde. Außerdem hat mein Mantel ja schon eine ausgiebige Testphase hinter sich, so daß ich euch jetzt bereits live berichten kann, welche Auswirkungen es gab.




Zuerst zu den Endarbeiten. Saum oder nicht Saum, das war die Frage. Die meisten von euch teilen offenbar meine Einstellung, wenn man etwas sparen kann, sollte man’s ruhig tun ;). Doch dann kam Karin von dreikah und sprach genau das aus, was ich extra tief in meinem Unterbewusstsein vergraben hatte: Ohne Saum sieht der Mantel einfach nicht fertig aus. Jedes Mal, wenn ich jetzt meinen Mantel ansah, musste ich ihr zustimmen. Es hat aber trotzdem bis gestern gedauert, mich endgültig zu entscheiden. Auslöser war eine Bemerkung meiner Tochter: „Wann nähst Du denn endlich Deinen Mantel fertig“, fragte sie da mit ihrer jugendlichen Unschuldsmine.  Sie konnte ja nicht ahnen, welcher Kampf bereits in mir tobte. Denn ein anderer Kommentar hatte mir immer den Angstschweiß auf die Stirn getrieben, wenn ich nur an das Thema Saum dachte. Bei Sandra könnt ihr nachlesen, wie sie ihr Projekt schon fast für gescheitert erklärte.

Natürlich kann man Stoffe nicht anhand von Bildern beurteilen bzw. vergleichen. Doch, dass mein Stoff auf jeden Fall um einiges dicker war, als das Original aus der Ottobre, war unbestreitbar. Sollte mir letzten Endes eine Buckelpiste wie bei Sandras Mantel drohen, wenn ich mich doch an das Umnähen wage? Zum Glück hat Sandra weiter berichtet und das ganze fand doch noch ein Happy End. Da ich aber keine Schneiderin mal eben um die Ecke habe, schwankte ich immer noch in meiner Entscheidung. Bis, ja bis eben meine Tochter kam. Wenn SIE (Strickliesel begeistert, aber leider Null Nähambitionen)  sogar sah, dass der Mantel nicht fertig war, konnte ich das so nicht auf mir sitzen lassen.




Also so habe ich mich doch noch hingesetzt und den Saum genäht. Am Anfang bildeten sich auch ziemliche Beulen und Wellen. Doch nach einem ordentlichen Dämpfen mit Bügeleisen und feuchtem Tuch bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Ich hatte übrigens auch ganz kurz überlegt, ob ich den Saum als Kontrast von innen nach außen umschlage, aber glaubt mir, das sah absolut daneben aus.

Zweiter Punkt war die Monsterkapuze. Hier gab es bei euch eigentlich Konsens, ja, die ist zu groß. ABER: Ihr habt nie mich in der Kapuze gesehen. Meine Nachbarin (mein bisheriges Fotomodel) hat einen kurzen Bubischnitt, der trägt nicht viel auf. Ganz anders schaut es mit meinen Dreads aus. Die Kapuze hat sich inzwischen als absolut alltagstauglich erwiesen. Solang sie nicht auf dem Kopf ist, eignet sie sich hervorragend als Schalersatz und im aufgesetzten Zustand passt alles drunter, Kopf, Dreadlooks, Tuch und es ist immer noch Platz, um sich so richtig darin zu verkriechen. Ich liebe diese Kapuze inzwischen über alles und würde sie nicht mehr hergeben.
Was uns im Prinzip direkt zum letzten Punkt bringt, den Knöpfen. Oder eben genau keine Knöpfe, denn die kreative Verwendung der Kapuze erfordert eine flexible Verschlussmethode. Meine Kiltnadel hat endlich den Weg zu mir gefunden. Sie war zwischendurch schon einmal umgekehrt, weil es meine Adresse angeblich nicht gab. Der Verkäufer hat sie mit gleichem Umschlag und gleicher Adresse noch einmal losgeschickt, diesmal kam sie an. Das ist Norwegen, das kann man nicht erklären ;).




Jedenfalls muss ich seitdem meinen Mantel nicht mehr mit einer Hand zuhalten und kaum dass ich sie das erst Mal benutzt hatte, wusste ich, da kommt kein Knopf mit. Mit der Nadel ist nicht nur die Kapuze wandelbar, sondern passt sich der ganze Mantel dem restlichen Outfit an. Soll heißen, wenn ich etwas Dünneres darunter trage, setzte ich die Nadel einfach etwas weiter außen an und bin schön fest verpackt. Wenn’s mal besonders kalt ist, kann ich trotzdem noch eine Strickjacke drunterziehen und muss nicht befürchten, dass ich mich beim Zuknöpfen erwürge.

Ihr seht schon, Mädels, ich bin mit meinem Mantel rundum zufrieden. Ich glaube, ich hatte noch nie ein Kleidungsstück, das so perfekt zu mir gepasst hat. Noch dazu ist er einzigartig. Ich bin mir sicher, dieses Gefühl kann selbst das super-duperste Fashion-Shopping-Designer-Schnäppchen nicht toppen. Aber das muss ich euch wohl nicht erzählen :D.

Hier noch eine kleine Zusammenfassung zu meinem Schnitt (ich hab diese Punkte auf einem anderen Blog kopiert, hab mir aber in aller Vergesslichkeit nicht gemerkt, bei wem. Ich entschuldige mich dafür. Wer seine Formulierung wiedererkennt, möge sich gern melden.)

Endauswertung:
Beschreibung:
Taillierter Mantel mit Prinzessnähten nach Ottobre 5/2012, Nr. 18

Größe:
Ich habe Größe 40 genäht. Meine Kleidergröße ist normalerweise 38, der Mantel sollte aber auch mit dickem Pullover oder Strickjacke darunter nicht zu eng sein.

Sieht das genähte Kleidungsstück wie auf dem Foto bzw. auf der technischen Zeichnung aus?
Das fertige Kleidungsstück entspricht dem auf dem Bild.

War die Anleitung leicht zu verstehen?
Die Anleitung war gut verständlich, allerdings etwas kurz. Mir fehlten mir ein paar Hinweise, z.B. zum Ärmeleinsetzen.

Was mag ich besonders bzw. überhaupt nicht an dem Schnittmuster?
Ich mag das Schnittmuster, weil es einfach und schnell (wenn man denn mal hintereinander weg näht) zu nähen ist. Nicht so gefallen hat mir das übliche Chaos auf den Schnittmusterbögen von Ottobre, aber das ist kein spezielles Problem dieses Schnittes.

Verwendeter Stoff:
Mitteldicker Doubleface-Walkloden in rot und orange.

Änderungen an dem Schnittmuster oder am Design:
Ich habe die Reißverschlüsse an den Taschen weggelassen.

Würde ich das Schnittmuster nochmals nähen?
Der Schnitt ist sehr einfach zu nähen, ich brauche aber nicht zwei gleiche Mäntel im Schrank, selbst wenn ich den Stoff variiere. Ich könnte mir aber vorstellen, dass ich mich an das schwierigere Modell mit demselben Grundschnitt wage und mir noch eine dicke Winterjacke nähe.

Fazit:
Ich kann den Schnitt uneingeschränkt weiterempfehlen. Aufpassen sollte man lediglich, dass der Stoff nicht zu dick ist. Mein Walkloden hat ein geschätztes Gewicht von ca. 450g/m2. Bei noch dickerem Stoff könnte man auf die Probleme stoßen, mit denen Sandra zu kämpfen hatte. Ist der Stoff dünner, könnte ich mir vorstellen, dass dann die Kapuze nicht so einen Stand hat und auch als hoher Kragen / Schalersatz nicht ohne weiteres funktioniert. Solang man allerdings Walk verwendet, kann man die Kapuze ja jederzeit noch anpassen.


Ich bin gespannt wie ein "Flitzebogen", was mich bei Chrissys Nähkästchen für tolle Mäntel erwarten :)  Kommt Ihr mit?

Und weil das Ganze jetzt ganz und gar fertig ist, RUMSt!!! es heute zum ersten Mal :)


kjære hilsen og fine dager
 katja

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11 Kommentare

  1. Sehr schön! Da kannst du stolz sein.
    Viele grüße in den Norden

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  2. Oh toll geworden und die Kapuze ist doch praktisch als Schal. Mit der Kiltnadel sieht es richtig toll aus.
    glG Melanie

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  3. Wow, dein Mantel ist toll geworden. Schön, dass du rundum zufrieden bist!
    Liebe Grüße

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  4. Ja, dein Mantel ist richtig schön geworden und mit der Nadel hast du eine tolle Lösung gefunden.
    Liebe Grüsse
    Angy

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  5. Ich fall gleich um! Dein Mantel ist wirklich unglaublich schön geworden. Ich würd ihn auch anziehen, sofort und genau so. Du kannst sooooo stolz auf Dich sein! Das Säumen hat sich auch gelohnt, wie ich finde. Jetzt wünsch ich Dir nen knackigen Winter, damit Du ihn täglich ausführen kannst, den Schatz. Aber ich glaub, da muss ich nicht sehr doll die Daumen drücken - bist ja in Norwegen...
    Ganz liebe Grüße
    Sabrina

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  6. Hallo, Ihr Lieben und den allerherzlichsten Dank für soviel Blumen :)) Ich freue mich wirklich sehr, daß der Mantel Euch gefällt!! ...mit dem Geschmack ist das ja so eine Sache. Aber, und das glaube ich wirklich, bei selbstgenähten Sachen kommt es in erster Linie gar nicht so sehr darauf an, welchen Geschmack der Einzelne hat. Was zählt - für einen selbst und für "Zuseher" ist, das Hürden und Probleme überwunden und nicht aufgegeben wurde. Deshalb macht das Ergebnis stolz und glücklich. Man hat etwas GESCHAFFT ...GESCHAFFEN :) und das ist ein tolles, unglaublich schönes Gefühl! Egal welche Farbe oder Stilrichtung das Kleidungsstück hat....stimmt's?

    Danke nochmal für die rege Anteilnahme, die lieben Kommentare und die hilfreichen Ideen und Tips bei diesem Projekt!!!
    Herzliche Grüße sendet Euch Katja

    PS: Entschuldigt diesen etwas späten Dank. Aber ich hatte eine Woche keinen Internetzugang und habe nur das Nötigste an "Fremdrechnern" machen können.

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  7. hei til deg i Norge! =)
    ein toller Mantel! die Idee mit der Kiltnadel und den sich daraus ergebenen Vorteilen ist ja genial!
    außerdem fand ich deine ausführliche Kritik und Darstellung des was, wie, warum echt gut!

    hilsen!
    sjoe

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  8. Ah der rote Mantel ist ganz wunderbar. Ich bin sehr neidisch, die Farben sind zum Niederknien.
    LG Karin

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  9. Toll,toll,toll! Und am allertollsten ist, dass du jetzt so zufrieden bist mit deinem Mantel!!!
    Völlig zu Recht, wie ich finde! Entgeht, alles gut!
    Liebe Grüße, ich bin immer noch nicht fertig ...
    BuxSen

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  10. Ich werde wohl auch den Schnitt nähen. So hab ich im Netz nun nach Beispielen gesucht. Deine ist mit Abstand die Schönste!!!

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